Zitate

Freiheit ist Verantwortung, wenn ich das an dieser Stelle sagen darf, und Solidarität ist Frieden, denn Frieden schafft die Bundeswehr.

Ich als Bundespräsident all jener Deutschen, die mit dem Boden fest auf den Füßen der grundsätzlich demokratischen Freiordnung sitzen, wünsche allen Anhängern der christlich-jüdischen Leitkultur frohe Feiertage.

Ruhen Sie sich gut aus, damit Sie sich im neuen Jahr wieder voller Aufopferung für Ihr Unternehmen und Ihr Land von Ihrem Arbeitgeber ausbeuten lassen können.

 

Diese (aus Rücksicht auf den Leser gekürzte) Weihnachtsansprache von Joachim „Joey“ Gauck wurde Ihnen präsentiert von Rheinmetall.

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon –
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
Die Maurer?
Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
Siegte außer ihm?
Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?

So viele Berichte,
So viele Fragen.

»For too many of us the political equality we once had won was meaningless in the face of economic inequality. A small group had concentrated into their own hands an almost complete control over other people’s property, other people’s money, other people’s labor, other people’s lives. For too many of us life was no longer free; liberty no longer real; men could no longer follow the pursuit of happiness.«

Franklin Delano Roosevelt

»But though I was initially disappointed at being categorized as an extremist, as I continued to think about the matter I gradually gained a measure of satisfaction from the label. Was not Jesus an extremist for love: „Love your enemies, bless them that curse you, do good to them that hate you, and pray for them which despitefully use you, and persecute you.“ Was not Amos an extremist for justice: „Let justice roll down like waters and righteousness like an ever flowing stream.“ Was not Paul an extremist for the Christian gospel: „I bear in my body the marks of the Lord Jesus.“ Was not Martin Luther an extremist: „Here I stand; I cannot do otherwise, so help me God.“ And John Bunyan: „I will stay in jail to the end of my days before I make a butchery of my conscience.“ And Abraham Lincoln: „This nation cannot survive half slave and half free.“ And Thomas Jefferson: „We hold these truths to be self evident, that all men are created equal…“ So the question is not whether we will be extremists, but what kind of extremists we will be. Will we be extremists for hate or for love? Will we be extremists for the preservation of injustice or for the extension of justice?«

Martin Luther King

Freiheit hat mit Deutschland selbstverständlich was zu tun,
sofern man wirtschaftlich dazu was beiträgt.
Manche müssen unfrei bleiben. Keiner ist immun,
wenn er den Zug versäumt, der ihn dann freiträgt.
Wenn er den Zug nicht sieht und alles komplizieren muß,
tja, dann wird es Regeln geben, die er respektieren muß.
Dann wird ihm sein Arbeitgeber vielleicht sagen:
Meine Freiheit muß noch lang nicht deine Freiheit sein.
Meine Freiheit: Ja! Deine Freiheit: Nein!
Meine Freiheit wird von der Verfassung garantiert,
deine hat bis jetzt nicht interessiert.
Meine Freiheit heißt, daß ich Geschäfte machen kann.
Und deine Freiheit heißt, du kriegst bei mir einen Posten.
Und da du meine Waren kaufen mußt, stell ich dich bei mir an.
Dadurch verursacht deine Freiheit keine Kosten.
Und es bleibt dabei, daß meine Freiheit immer wieder meine Freiheit ist.
Deine Freiheit bleibt meiner einverleibt.
Und wenn ich meine Freiheit nicht hab, hast du deine Freiheit nicht.
Und meine Freiheit wird dadurch zu deiner Pflicht.
Und darum sag ich dir: Verteidig‘ meine Freiheit mit der Waffe in der Hand
und mit der Waffe in den Händen deiner Kinder!
Damit von deinen Kindern keines bei der Arbeit je vergißt, was Freiheit ist.
Meine Freiheit sei dir immer oberstes Gebot.
Meiner Freiheit bleibt treu bis in den Tod.
Wenn dir das vielleicht nicht logisch vorkommt, denk an eines bloß:
Ohne meine Freiheit bist du arbeitslos.
Ja, Freiheit ist was anderes als Zügellosigkeit.
Freiheit heißt auch Fleiß, Männlichkeit und Schweiß.
Ich werd dir sagen, was ich heutzutag als freiheitlich empfind:
Die Dinge so zu lassen wie sie sind.
Drum ist in jedem Falle meine Freiheit wichtiger als deine Freiheit je.
Meine Freiheit: Yes! Deine Freiheit: Nee!
Meine Freiheit ist schon ein paar hundert Jahre alt.
Deine Freiheit kommt vielleicht schon bald.
Aber vorläufig ist nichts aus deiner Freiheitsambition,
du hast noch keine Macht und keine Organisation.
Ich wär ja dumm, wenn ich auf meine Freiheit dir zulieb verzicht,
drum behalt ich meine Freiheit. Du kriegst deine Freiheit nicht. Noch nicht!

»Er kommt aus einer sehr alten Demokratie, weißt du…«
»Du meinst, er kommt von einem Eidechsenplaneten?«
»Nein«, sagte Ford, »so simpel ist es nicht. Nicht ganz so unkompliziert. Auf seinem Planeten sind die Leute Leute. Die Anführer sind Eidechsen. Die Leute hassen die Eidechsen, und die Eidechsen regieren die Leute.«
»Merkwürdig«, sagte Arthur. »Ich meine, du sagtest, es wäre eine Demokratie.«
»Sagte ich«, sagte Ford, »ist es auch.«
»Und warum«, sagte Arthur, der hoffte, er höre sich nicht lächerlich begriffsstutzig an, »schaffen sich die Leute dann die Eidechsen nicht vom Halse?«
»Das kommt ihnen ehrlich gesagt nicht in den Sinn«, sagte Ford. »Sie haben alle das Wahlrecht, und so nehmen sie schlichtweg an, daß die Regierung, die sie gewählt haben, mehr oder weniger der Regierung nahekommt, die sie sich wünschen.«
»Du meinst, sie wählen tatsächlich die Eidechsen?«
»Aber ja«, sagte Ford achselzuckend, »natürlich«
»Aber«, sagte Arthur und stürzte von neuem auf die Kernfrage los, »warum?«
»Weil, wenn sie keine Eidechse wählen würden«, sagte Ford, »käme vielleicht die falsche Eidechse ans Ruder. Hast du Gin da?«

Aus: Douglas Adams – Macht’s gut und danke für den Fisch

gerechte vermögensverteilung in deutschland

die oberen
0.1% besitzen 23%
0.5% besitzen 31%
1.0% besitzen 36%
2.5% besitzen 45%
7.5% besitzen 61%
10%  besitzen 67%
des nettovermögens

die unteren
50% besitzen 1%
des nettovermögens1

leistung müsse sich wieder lohnen, sagte
christian lindner
der financial times deutschland.

»Ihr entsetzt euch darüber, daß wir das Privateigentum aufheben wollen. Aber in eurer bestehenden Gesellschaft ist das Privateigentum für neun Zehntel ihrer Mitglieder aufgehoben, es existiert gerade dadurch, daß es für neun Zehntel nicht existiert. Ihr werft uns also vor, daß wir ein Eigentum aufheben wollen, welches die Eigentumslosigkeit der ungeheuren Mehrzahl der Gesellschaft als notwendige Bedingung voraussetzt.«

Karl Marx, Friedrich Engels – Manifest der Kommunistischen Partei, 1848

1 Quelle: DIW – SOEPpaper 397, basierend auf Zahlen von 2007